StreamBIM Day ist unsere wichtigste Veranstaltung, um fortgeschrittene Use Cases und Best Practices für digitales Bauen zu zeigen – vorgetragen von einigen unserer erfahrensten Kunden.
Der StreamBIM Day findet jährlich in unseren Kernmärkten statt. Die Ausgabe 2025 in Oslo (Norwegen) wurde am 30. November veranstaltet und vermittelte den Teilnehmenden sowie den Vortragenden vielfältige neue Erkenntnisse aus der nordischen Praxis des digitalen Bauens.
Für alle, die nicht dabei sein konnten, veröffentlichen wir die Vorträge seit einigen Monaten nach und nach – damit sich das Know-how unserer Power-User auch im Nachgang nutzen lässt.
Der Goldstandard für digitales Bauen entsteht in der nordischen Region
Unten gibt es eine Übersicht der veröffentlichten Präsentationen (inkl. Links). Ein zentrales Thema ist die Total-BIM-Methodik.
#1 – The Total BIM Approach – Chalmers University of Technology
Dieser Vortrag stellt die Total-BIM-Methodik von Chalmers vor: ein vollständig modellbasierter Ansatz, bei dem das 3D-Modell klassische Pläne ersetzt und als einzige, rechtsverbindliche Quelle der Wahrheit dient. Mattias Roupé und Mikael Johansson zeigen, warum „Hybrid-BIM“ (3D-Modelle plus 2D-Pläne) Ineffizienzen und Fehler erzeugt – und wie modellbasierte Prozesse Tempo, Präzision und Nachhaltigkeit verbessern können. Total BIM wird als nächste Evolutionsstufe verstanden, die neben Technik auch Kultur- und Rechtsrahmen berührt, aber Vorteile über den gesamten Lebenszyklus hinweg liefert.
#2 – Digitale Transformation bei Takenaka – Takenaka Corporation
Dieser Vortrag zeigt, wie der japanische 400-jährige Generalunternehmer Takenaka die digitale Transformation vorantreibt: durch die Verbindung von Lean-Denken, BIM und organisatorischem Wandel, verankert in Tradition. Hiroaki Yamasaki und Shojiro Taira erläutern, wie StreamBIM, dialogbasierte Einführung und neue Werkzeuge wie interne generative KI genutzt werden, um menschliches Wissen zu aktivieren, Qualität zu verbessern und projektübergreifendes Lernen zu ermöglichen. Der Beitrag macht deutlich: Echte Transformation hängt nicht nur von Technologie ab, sondern von Denkweise, Kultur und interkultureller Zusammenarbeit.
#3 – 3D-Modellierung für Elektroarbeiten – Rejlers
Dieser Vortrag beschreibt, wie Rejlers im Projekt Kaj 16 eine vollständig zeichnungslose, durchgängig digitale Elektroausführung realisiert hat, indem die traditionell 2D-basierte Disziplin konsequent auf einen vollständigen 3D-Workflow umgestellt wurde. Johan Josefsson zeigt, wie interne Revit-Tools, strukturiertes Management des Modellreifegrads sowie die enge Integration von Revit, StreamBIM und Power BI präzise Mengen, kontrollierte Änderungen und eine effektive Zusammenarbeit mit Auftragnehmern ermöglichen. Die Fallstudie zeigt außerdem, wie modellbasierte Elektroplanung die Planung, Montage und den späteren Betrieb bei einem Total-BIM-Projekt unterstützen kann.
#4 – Zeichnungsloser digitaler Infrastrukturbau – NCC Norway
Dieser Votrag teilt NCCs Erfahrungen aus einem zeichnungslosen, vollständig digitalen Infrastrukturprojekt in Westnorwegen, in dem StreamBIM im Rahmen der Initiative "Digital Construction Sites" als Standardplattform auf der Baustelle eingesetzt wurde. Knut Rune Brugrand erläutert, wie modellbasierte Arbeitspakete, Mängelmanagement, Checklisten, Punktwolken und Dashboards die altmodischen, per E-Mail gesteuerten Prozesse ersetzt haben und dadurch eine stets aktuelle Arbeitsgrundlage vor Ort gewährleisten. Die Fallstudie zeigt, wie standardisierte digitale Workflows Zusammenarbeit, Nachvollziehbarkeit, Qualität und Sicherheit in komplexen Infrastrukturprojekten verbessern.
#5 – Zeichnungsloser digitaler Stahlbetonbau im Grev Tureplan – Byggstyrning AB
Dieser Vortrag zeigt ein preisgekröntes Sanierungsprojekt, in dem Total BIM und vollständig digitale 3D-Workflows klassische Zeichnungen ersetzt haben – selbst in einem sehr komplexen historischen Gebäude. Johannes Ris von Byggstyrning AB veranschaulicht, wie die durchgängig digitale Ausführung – insbesondere zeichnungsloser Stahlbetonbau mit StreamBIM – Präzision, Zusammenarbeit, Sicherheit und Produktivität auf der Baustelle verbessert hat. Die Fallstudie belegt: Mit der richtigen Denkweise und den passenden Werkzeugen ist vollständig modellbasiertes Bauen nicht nur möglich, sondern gerade in anspruchsvollen Sanierungsumgebungen besonders wirkungsvoll.


